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Frühling: Blütenreichtum und Lebensfreude!

Frühling: Blütenreichtum und Lebensfreude!

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m Mai beginnt die Hauptblütezeit. Die zarten Blütenwolken der Obstbäume, die wie Brautschleier in die Landschaft getupft wirkten, sind verweht und üppigere Formen in leuchtenden Farben beleben das Bild. Blüten sind die Verführerinnen der Pflanzen. Sie tragen das Versprechen auf reiche Frucht in sich. Ihr Anblick löst Freude und ein Gefühl von Leichtigkeit aus. Ihr Duft trägt unsere Gedanken aus ihrer konsequenten Bahn in feinstoffliche Regionen. Ein paar typische Vertreterinnen des Frühlings möchte ich hier kurz vorstellen:

"Blüten sind die Verführerinnen der Pflanzen. Sie tragen das Versprechen auf reiche Frucht in sich."

Pfingstrosen verkörpern Sinnlichkeit und Lebenslust. Ihre großen Blütenschalen verströmen einen ganz typischen, schweren Duft. Die europäische Vertreterin (Paeonia officinalis) ist am Rand lichter Wälder zuhause, mag kalkhaltige Böden und verträgt Trockenheit ganz gut. Sie wird als leicht giftig eingestuft, wurde aber wohl früher auch als Heilpflanze verwendet. So wird sie zum Beispiel von Hildegard von Bingen beschrieben: "Die Pfingstrose ist feurig und hat gute Kraft." Heute findet sie medizinisch nur noch in der Homöopathie Anwendung. Wegen Ihres Duftes wird sie gerne in der Kosmetik verwendet, wie auch die folgende Pflanze:

Die Rose (Rosa in Arten und Sorten) gilt seit Urzeiten als Königin der Pflanzen. Sie steht für Schönheit, Harmonie und die kraftvolle Liebe des Herzens. Oft findet man sie als Symbol in Wappen oder historischen Bildern. Sie fehlt in kaum einem Garten und wurde schon tausendfach zu immer neuen Sorten gezüchtet. Rosenöl und Rosenwasser harmonisieren sowohl äußerlich als auch innerlich und können gefahrlos in Küche und Bad genutzt werden. Rosen sind echte Trockenheitskünstlerinnen, lieben die Sonne und sind in der Landschaft oft an Wegrändern und Böschungen zu finden. Im Spätsommer erscheinen dann die roten Hagebutten, die für Tee gesammelt und getrocknet werden, um im Herbst gegen Erkältungen gewappnet zu sein. Die besondere Expertin für alle Erkältungskrankheiten ist allerdings:

Der Holunder (Sambucus nigra), auch Holler genannt und der sagenumwobenen Frau Holle zugehörig. Der Holunder ist eine magische Pflanze mit großer Heilkraft. Deshalb fehlt er auch auf keiner bäuerlichen Hofstelle. Alle Pflanzenteile enthalten wirksame Bestandteile, die wohl dosiert gegen viele Krankheitssymptome eingesetzt werden können. Am bekanntesten ist die Verwendung von Tee aus den Blüten oder der Saft aus den Beeren gegen Erkältung und fiebrige Infekte. Einige Blüten sollten daher auf Vorrat getrocknet werden. Frische Blüten sind in Limonade oder mit Teig ausgebacken ein Genuss! Aber auch Insekten und Vögel laben sich gerne daran. Holunder gedeiht am besten auf nährstoffreichen, gut feuchten Standorten. Dort entfaltet er seine schirmartige Krone und im Frühling seine großen weißen Doldenblüten.

Eine heimische Wiesenpflanze mit exotischer Anmutung ist die akeleiblättrige Wiesenraute (Thalictrum aquilegifolium). Sie mag gerne feuchte Füße und ist in Auwäldern beheimatet. Selten geworden tanzt sie dort schimmernd im Dämmerlicht und verzaubert durch ihre filigrane Textur. Auf hohen, biegsamen Stielen wogen die weichen Blütenwolken in größeren Gruppen. Aus den Blättern kann gelber Farbstoff zum Färben von Wolle gewonnen werden.

Diese kleine Auswahl an heimischen Schönheiten zeigt, dass sie nicht langweilig sind, sondern sowohl schön als auch nützlich für Mensch und Tier! Fortsetzung folgt…